Integration wird von der Stadt Winnenden professionell organisiert.

Die Stabsstelle für Integration der Stadt Winnenden möchte aus geflüchteten Menschen Mitbürger machen. Dieses Ziel haben auch die drei engagierten jungen Integrationsmanagerinnen den Mitgliedern des VDS aufgezeigt. Die Stadt Winnenden hat innerhalb weniger Monate drei Integrationsmanagerpositionen geschaffen.

Zu Gast waren Manuela Voith, Sabine Memedov und Ann-Krisitin Fischer.

Die Mitglieder vom VDS interessierten sich über den Stand der Entwicklung der Integration von Flüchtlingen im Blick auf Ausbildung und Arbeitsplatzsuche. Die Stabsstelle selbst hat Interesse inwieweit die Selbständigen in Winnenden derzeit Angebote für die Flüchtlinge bieten.

Das Integrations-Team der Stadt Winnenden unter Leitung von Manuela Voith wird seit dem 1.12.2017 von Sabine Memedov als 2. Integrationsmanagerin unterstützt. Zum 1. März 2018 kam als weitere Managerin Ann-Kristin Fischer hinzu. Alle Managerinnen nahmen sofort ihre Arbeit auf und hinterließen einen engagierten Eindruck beim Verband der Selbständigen an diesem Morgen. Die drei Managerinnen sind bereits jetzt schon nach eigenem Bekunden „aus- und überlastet“. Wochenlange Wartezeiten sind leider bei der Integrationsstelle normal.

Potential- und Stärkenanalyse:

Das Integrationsteam wurde speziell geschult und arbeitet mit dem Jobcenter und den Vorgaben aus dem Regierungspräsidium zusammen. Alle Schritte werden nach einer bestimmten Vorgabe durchgeführt. Vorgeschrieben ist, was alles dokumentiert sein muss. Von jedem Bewerber wird ein Profil erstellt. Was bringt der Mensch an Erfahrung und Kenntnisse mit. Wie hoch ist die Motivation. Wie schnell ist eine Vermittlung in den Arbeitsmarkt möglich.

Das Team kann auf 27 Dolmetscher zugreifen.

Probleme bei Anerkennung von Zeugnissen:

Mit einem wahren „Behörden- und Formulardschungel“ müssen sich die Mitarbeiterinnen bei der Anerkennung von Zeugnissen von Flüchtlingen auseinandersetzen. Es kann schon mal 9 Monate dauern, bis die Anerkennung kommt.

In den Beratungsgesprächen geht es hauptsächlich um die Themen Sprache, Arbeit, Ausbildung, Praktikum und Wohnen. Derzeit nutzen 10% der Flüchtlinge in Winnenden das Angebot der Stabsstelle für Integration. Das freiwillige Angebot ist sicher ein Angebot, welches noch ausgebaut werden kann, doch die Stadt müsste hier noch weitere Stellen dafür schaffen. Ein Anfang ist gemacht und es gibt auch schon erste Erfolge, wenn die Betreuten einen Ausbildungs- oder sogar einen Arbeitsvertrag durch die Hilfe der Integrationsmanagerinnen erhalten haben.

Text: Kiessling Medien, Fotos: Foto-Video-Fischer